Die Story-Idee
Ein armer Schriftsteller erhält den Auftrag, “den großen deutschen Roman” zu schreiben.
Das ist in einem Satz die Idee zu “Der große deutsche Roman”, wie sie am 2. Oktober 2006 beim Abendessen mit Micky und Thomas entstanden ist. Das Thema “Der große deutsche Roman” treibt mich seit Monaten um, da Micky, von Beruf Lehrerin für Deutsch und Englisch, mit ihren Schülern einen “großen deutschen Roman” lesen wollte, aber welchen?
Also wurde “beschlossen”, dass ich am besten selbst “den großen deutschen Roman” schreiben sollte, dann müsste sie nicht immer so weit in die Vergangenheit zurückgreifen. Gestern Abend, nach Nudeln mit Lachs und einem Glas Sekt, schlug dann die Idee wie ein Blitz bei mir ein: Das ist es, der neue Roman ist nicht nur “Der große deutsche Roman”, er soll auch so heißen!
Auf Mickys Rat hin habe ich mir sofort die Web-Domain der-grosse-deutsche-roman.de gesichert, außerdem schrieb ich mich noch bei NaNoWriMo ein, um mich selbst unter Druck zu setzen. Dort findet man mich als “icologne“.
Ob ich wirklich die 50.000 Wörter im November schaffe, darf bezweifelt werden. In deutschen Normseiten werden das runde 225 Seiten, wie ein erster Schreibtest ergab. Das wird schon ein dicker Stapel Din-A4-Papier, obwohl verkaufsfähige Romane mindestens 80.000 bis 120.000 Wörter haben sollten. Und wie dick muss dann erst “Der große deutsche Roman” sein?
Aber ich schreibe ja eine literarische Satire, glaube ich jedenfalls, und da darf’s vielleicht ein bisschen weniger sein. So oder so: Täglich sieben Seiten werde ich im November schreiben müssen.
In unterbewusster Voraussicht hatten wir letzten Samstag in Amsterdam eine Spezialbücherei für Film und Theater besucht, die sehr gut sortiert ist in internationalen Ratgebern für Autoren. In einem der drei Werke, die ich dort kaufte, “Screenwriting” von Ray Frensham, fand ich einen hilfreichen Satz, der Art Arthur zugeschrieben wird:
“Don’t Get It Right - Get It Written”.
Schreiben Sie einen Kommentar