Die ersten 5000 Wörter
Die ersten 5000 Wörter sind geschafft. Am 1. November habe ich drei Schreibsitzungen abgehalten: Die erste gleich um Mitternacht, zwei weitere dann im Laufe des Feiertages. Das Ergebnis sind 5000 Wörter am ersten Tag, von der Menge her nicht schlecht.Nicht so zufrieden bin ich mit der Qualität. Da hat im ersten Kapitel doch ein gar nicht vorgesehener Hausmeister meinen Hauptcharakter ziemlich totgeredet. Und dabei sollte der doch der wortgewandte Autor sein. Ich glaube, mein Charakter braucht mehr Charakter. Deshalb habe ich in der Logline inzwischen aus dem “armen Schriftsteller” einen “mittellosen, aber phantasievollen Schriftsteller” gemacht. Dazu hatte mir im übrigen auch mein geliebtes Weib geraten.
Wenn es nach dem November an die Bearbeitung geht, werde ich vermutlich manches streichen müssen. Vielleicht ist das ja auch Sinn der Sache. Ich denke, ich bin viel zu früh in die Geschichte eingestiegen, was ich zur Zeit schreibe, ist Vorgeschichte zur eigentlichen Story.
Heute Morgen habe ich die bisherigen 22 Seiten mal ausgedruckt, und dabei bewahrheitete sich der alte Rat meines ersten Volontär-Vaters: “Gedruckt sieht das alles viel besser aus.” Stimmt. Ist nicht alles wirklich schlecht, was ich bisher geschrieben habe. Und gut kann es ohnehin erst nach intensiver Bearbeitung werden.
Mal sehen, ob ich denn auch an normalen Arbeitstagen die nötigen 1667 Wörter schaffe. Durch den Feiertag habe ich ja ein kleines Polster. Und am Wochenende kann ich hoffentlich wieder etwas vorschreiben. Allerdings: Meine gedankliche Vorarbeit, wie die Story im Detail laufen sollte, ist schon fast beendet. Ab jetzt geht es in unbekanntes Gelände. Immerhin habe ich das Ziel und die wichtigen Wendepunkte im Kopf, sodass ich mich nicht ganz verlieren sollte.
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